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Begleitforschung und Evaluationen

Ein Überblick der Begleitforschung und Evaluationen rund um das Kinderforscherzentrum HELLEUM.

Warum Evaluation, und wie? - Fallbeispiel HELLEUM

Eine reflexive Begleitung zur Entstehung und Durchführung eines Evaluationsinstrumentes anhand des Fallbeispiels des Kinderforscherzentrums HELLEUM

Abschlussarbeit zur Erlangung des akademischen Grades „Master of Arts“ im Fach Soziologie an der Universität Potsdam

Autorin: Carolin Hartmann

Einleitung
Hartmann geht in ihrer Abschlussarbeit auf die Bedeutung des Evaluationsbegriffes und dessen historischen Werdegang ein. Die soziologische Perspektive und die heutige Relevanz von Evaluationen werden beschrieben, um ein Evaluationskonzept für das Kinderforscherzentrum HELLEUM zu entwickeln. Diese Entwicklung und Durchführung werden reflexiv begleitet.

Evaluation
Der Begriff der Evaluation bedeutet „Bewertung“.  Evaluationen sammeln Informationen, interpretieren diese und treffen wertende Aussagen. Wenn von Evaluationsforschung die Rede ist, dann ist damit oft die Anwendung zu verstehen, die durch praxisnahe, nutzerorientierte Forschung gekennzeichnet ist.

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Interviews
Die Grundlage für eine partizipative Evaluation des HELLEUM sind Interviews verschiedener Interessengruppen (Programmbeteiligte und Finanzverantwortliche).

Sowohl die drei Programmbeteiligten, als auch die beiden Finanzverantwortlichen nehmen Evaluationen als etwas Positives wahr. Es wird zwar als Instrument zur Kontrolle der eigenen Arbeit beschrieben, soll jedoch auch zur Reflexion und Verbesserung dienen. Doch auch die Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliche Diskurse als Ziel von Evaluationen, werden genannt. Die Befragten bevorzugen qualitative Forschungsmethoden, wegen der mutmaßlichen höheren Aussagekraft.

Kinder über das HELLEUM
Die von Hartmann entwickelten Offenen Leitfadeninterviews mit den Kindern zu den offenen Angeboten, bilden ein positives Bild vom HELLEUM. Am meisten werden das Experimentieren und das selbstbestimmte Handeln geschätzt. In vielen Bereichen kann man Lernerfolge erkennen. Häufig genannte Lernerfolge sind Technik, Feuer, Kochen und Wasser.

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Ergebnisse der Fragebögen
Ergebnisse der Fragebögen zeigen ein starkes Interesse der Kinder an haptischen Aktivitäten. Die Geschenke, die sie sich zum Geburtstag wünschen sind zum Teil technische Gegenstände, aber alle genannten Gegenstände sind Dinge, mit denen sie praktische Tätigkeiten vollziehen können.

Drei Kinder kamen durch einen Schulausflug zum ersten Mal in Kontakt mit dem HELLEUM. Die Motivation zur offenen Lernwerkstatt zu kommen ist beim großen Teil der Kinder die Freude am Experimentieren, aber vereinzelt auch der Spaß oder das Spielen mit Freunden. Die Kinder geben fast alle an, selber die Entscheidung zu treffen, regelmäßig ins HELLEUM zu kommen, nicht die Eltern oder Lehrer schicken sie.

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Verteilung der Interaktionen in Lehr-Lernsituationen im HELLEUM

Projekt: Forschungsprojekt im Kinderforscherzentrum HELLEUM im Rahmen des 2. Praktikums an der Alice Salomon Hochschule im Studiengang Kindheitspädagogik
Projektzeitraum: September bis November 2016
Projektleiter: Jana Weidlich

Im Rahmen des Projektseminars an der ASH Berlin wurde die Verteilung der Interaktionen in Lehr-Lernsituationen am Beispiel des Kinderforscherzentrums HELLEUM durch Jana Weidlich untersucht.

Der Fokus lag hierbei auf der Verteilung der möglichen Hauptinteraktionen, Kind/Pädagoge/Gegenstand, und eventuellen Abhängigkeiten durch weitere Faktoren - Was motiviert die Kinder beim Forschen im HELLEUM?

Die Ergebnisse können als Ausgangspunkte für Modifikationen pädagogischer Angebote oder die bedarfsgerechte Entwicklung neuer Angebote genutzt werden. Die Erhebung fand mit Hilfe von Fragebögen statt. 48 Kinder der Klassenstufen 4 und 6 wurden nach dem Besuch des Bodenworkshops im HELLEUM befragt.

Ein empirischer Blick auf das Kinderforscherzentrum HELLEUM

Projekt: Teilstudie des Forschungsprojekts „NaWiLT“
Projektzeitraum: 01.10.2012 bis 30.09.2014
Autorin: Frauke Gerstenberg

Zum Umgang mit Orientierungsdilemmata bei der Implementierung neuer Lehr-Lernformate: Ein empirischer Blick auf das Kinderforscherzentrum HELLEUM.

Die im Zentrum dieses Beitrags stehende evaluative Teilstudie des Forschungsprojekts „NaWiLT – Naturwissenschaftliches Lernen im Kinderforscherzentrum HELLEUM – Transferwirkung in die Region“, ging der Frage nach, wie sich PädagogInnen mit unterschiedlichen berufsbiografischen Erfahrungen im Rahmen der Etablierung von Lernwerkstattarbeit im Kinderforscherzentrum HELLEUM mit ihrer eigenen professionellen Rolle und pädagogischen Handlungspraxis verorten und wie sie diese über zwei Messzeitpunkte der Studie hinaus ausdifferenzieren und bewerten. Präsentiert wird eine Fallbeschreibung von zwei Gruppendiskussionen, die Entwicklungen und Veränderungen der Orientierungen von vier pädagogischen Fachkräften des HELLEUM zu zwei Messzeitpunkten der Gesamtstudie aufzeigt.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die habituellen Veränderungen der Akteure eine zunehmend positive Einschätzung ihrer eigenen berufsfeldbezogenen Handlungspraxen bedingen. Es konnte gezeigt werden, dass die Durchführung der Studie bei den pädagogischen MitarbeiterInnen ein kollektives Neudenken von pädagogischer Praxis und dadurch auch Professionalisierungsprozesse im HELLEUM angeregt hat.

Naturwissenschaftliches Lernen im HELLEUM - Transferwirkung in die Region

Ziel des Forschungsprojektes war es, Lernwerkstattarbeit im Bereich früher naturwissenschaftlicher Bildung mit qualitativen Forschungsmethoden interdisziplinär zu untersuchen und ausgehend vom Kinderforscherzentrum HELLEUM Transferprozesse zu den regionalen Kooperationspartnern zu begleiten und zu evaluieren.

Nach einer Pilotphase im HELLEUM sind die Durchführungs-, Erhebungs- und Auswertungsphasen der Lernwerkstattarbeit in den kooperierenden pädagogischen Einrichtungen teilweise parallel verlaufen. Die Datenerhebung erfolgte in Form von Gruppendiskussionen, teilnehmenden und videogestützten Beobachtungen, narrativen und Experteninterviews. Das generierte Datenmaterial wurde mit der Dokumentarischen Methode der Interpretation ausgewertet. Die institutionsübergreifende Dokumentation und Evaluation der Lernwerkstattarbeit hat außerschulische, naturwissenschaftliche Bildungsangebote bereichert, eine Konkretisierung der Bildungspotentiale des entdeckenden Lernens ermöglicht und Beiträge zur pädagogischen Professionalisierung geleistet.

Projektlaufzeit: 01.10.2012-30.09.2014
Projektleitung: Prof. Dr. Hartmut Wedekind (ASH)
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Tobias Nettke (HTW)
Mittelgeber: Institut für angewandte Forschung e.V. (IFAF)